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28.02.2020

Landrat und OB richten Krisenstab "Coronavirus" ein

Die Gesundheitsbehörde ist seit Bekanntwerden mit der weltweiten Corona-Infektion befasst. Mit der ersten Erkrankung in Mittelfranken liegt auch eine neue Lage für Stadt und Landkreis Bamberg vor - Info-Veranstaltungen für Bürger geplant.

Landrat Johann Kalb hat als Leiter der Gesundheitsbehörde gemeinsam mit Oberbürgermeister Andreas Starke für den Landkreis und die Stadt Bamberg den Krisenstab "Coronavirus" eingerichtet. „Aufgrund der steigenden Zahl der Infektionen in Deutschland und der Infektion eines Patienten in Mittelfranken liegt eine neue Lage vor“, so der Landrat, „Ich bin deshalb in ständigem Kontakt mit unserer Gesundheitsministerin Melanie Huml“.

„Viele Bürgerinnen und Bürger haben uns in den vergangenen Tagen darauf angesprochen, wie und ob Bamberg vorbereitet ist und was sie selbst tun können. Die Verunsicherung ist überall spürbar. Wir wollen eher beruhigen denn Panik schüren und zeigen: Bamberg Stadt und Land übernehmen Verantwortung und sind bestens gerüstet“, betont Oberbürgermeister Andreas Starke.

„Es gibt keinen Grund zur Hysterie. Aber natürlich ist gesteigerte Vorsicht geboten. Um unsere Bürger zu schützen, wird der Krisenstab tagesaktuell die Lage bewerten und über Maßnahmen entscheiden. Der Schutz der Menschen der Region Bamberg hat oberste Priorität. Wir werden alles dafür tun, Infektionen der Menschen im Kreis zu vermeiden beziehungsweise schnell zu erkennen und einzudämmen", so Kalb. Dafür ist zuallererst eine rechtzeitige, umfassende Information aller im Gesundheitswesen Tätigen sowie auch der Bevölkerung notwendig. "Aufklärung und Vorbereitung ist der beste Schutz unserer Bevölkerung."

Sichergestellt wird diese Aufklärung durch den Krisenstab sowie durch zunächst zwei Informationsveranstaltungen für die Landkreisbevölkerung am Mittwoch, 4. März, 18 Uhr, in der Juraklinik Scheßlitz und am Mittwoch, 11. März, 18 Uhr in der Steigerwaldklinik Burgebrach. Bei Bedarf werden weitere Veranstaltungen angeboten. Anmeldungen für die Veranstaltungen nimmt der Landkreis mit dem Betreff "Juraklinik" oder "Steigerwaldklinik" unter der Mailadresse [email protected] entgegen. Es wird auch weitere Gesprächsangebote für die Träger der Pflege, der Kirche sowie den Unternehmen in der Region geben.

Die Stadt Bamberg hat auf ihren Internetseiten unter der Adresse www.mudahniaga.com/coronavirus die wichtigsten fachlichen Informationen zum Coronavirus zusammengestellt, die fortlaufend ergänzt und aktualisiert werden. Neben Links zu den entsprechenden Informationen des Robert-Koch-Instituts, des Bundesministeriums für Gesundheit und des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege, wird natürlich auf den zuständigen Fachbereich Gesundheitswesen beim Landratsamt Bamberg verwiesen. Dieser steht unter 0951 85-651 für alle Fragen rund um das Coronavirus zur Verfügung.

Der Krisenstab wird am Dienstag, 3. März, 13 Uhr zum ersten Mal tagen. Ihm gehören an die zuständigen Fachbereiche des Landratsamtes und der Stadt Bamberg, die Sozialstiftung Bamberg, die gemeinnützige Krankenhausgesellschaft, der Ärztlicher Kreisverband Bamberg, der Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung, die Gesundheitsregion plus, der ärztliche Leiter Rettungsdienst Bamberg, die staatlichen Schulämter, die PI Bamberg-Land, PI Bamberg-Stadt, Träger der Seniorenheime, der Vertreter der Bürgermeister im Landkreis Bamberg, Helmut Krämer sowie Vertreter für Belange der Kindertageseinrichtungen.